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Australien 2007 |
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Alice Springs - MacDonnell Ranges - Serpentine Gorge - Larapinta Drive - Mereenie Loop Road - Watarrka National Park - Kings Canyon Resort - Yulara Resort - Uluru (Ayers Rock) - Kata Tjuta (The Olgas) |
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Alice Springs liegt mitten im Nichts am Fuß der MacDonnell
Ranges. Um 1700 Uhr wir der
Flugplatz
zugesperrt. Die Autovermieter gehen schon etwas früher nach
Hause. Zumindest die Mitarbeiter von Avis.
Der Flug von Cairns hatte
Verspätung. In Cairns am Airport sagte man uns "Die Autovermieter am
Avisschalter warten bis die letzte Maschine eingetroffen ist". Sei es
wie es mag. Unser reserviertes Auto
wollte uns der junge Herr, den wir
nach einiger Mühe noch telefonisch erreichten, an diesem Tag nicht mehr
geben. Die ganze Story möchten wir euch ersparen. Zu dumm nur, dass man
eine Menge Kohle ausgibt
und trotzdem so abhängig ist von diesen Firmen
bzw. ihren Mitarbeitern.
Wir besorgten
uns im Supermarkt unsere Lebensmittel für die kommenden Tage. In der
Touristinformation bekamen wir ganz nützliche Informationen.
Gaskartuschen für unseren Kocher kauften wir uns in diesem toll ausgestatteten Outdoorladen.
Den Kontakt zu Desert Dwellers stellten wir bereits von zu Hause aus her und ließen uns unsere
Kartuschen zurücklegen. Das klappte ohne Probleme.
Diese Adresse würde ich mir auf jeden Fall mit ins Gepäck stecken,
irgendetwas hat man bestimmt zu Hause vergessen!![]()
Desert Dwellers
38 Elder St, Alice Springs NT 0870
Ph (08) 8953 2240
Fax (08) 8953 2260
Email:
happycampers@desertdwellers.com.au

John und Monika im Laden von Desert Dwellers
John gab uns noch viele Tipps und Ratschläge bezüglich der Befahrbarkeit der Pisten. Nachdem er uns seine Schlange, die er in einem Terrarium im Laden hält, um den Hals gehängt hatte, waren wir gut eingestimmt auf die folgenden Tage. Falls Du mal dort hin kommst, bestelle bitte schöne Grüße von Monika & Uwe.
Auf der folgenden Schautafel ist die Umgebung von Alice Springs sehr schön dargestellt. Wir planten für die kommenden 6 Tage folgende Rundtour: Von Alice Springs über die West MacDonnell Ranges nach Palm Valley. Anschließend über den Mereenie Loop nach Kings Canyon. Danach der obligate Weg zu Uluru und Kata Tjuta. Über den Lasseter- und Stuart Highway zurück nach Alice.

Wie immer, reicht die Zeit natürlich nicht, um in jede Schlucht zu blicken. Man sollte allerdings nicht das Gefühl zulassen, etwas verpasst zu haben, wenn man nur einen Bruchteil davon besuchen kann.
In der aus der Ebene
emporragenden schroffen Bergkette stecken grandiose Schluchten. Aufgereiht wie
Perlen an einer Kette liegen Sie am Namatjira Drive. Bis Glen Helen ist die
Straße asphaltiert.
Der
Stanley Chasm
ist die schmalste Schlucht. Vom Parkplatz sind es nur ca. 15 Minuten zu einer
spektakulären Felsspalte (chasm).

Zugang zum
Stanley Chasm

Stanley Chasm
Am geschicktesten ist es, die Schlucht mittags, wenn die Sonne hoch steht, zu besuchen. Die Wände leuchten dann in den verschiedensten Rottönen
Vom Parkplatz führt ein
guter Weg (ca. 20 Minuten) zur Serpentine Gorge
.
Zu einem Aussichtspunkt oberhalb muss noch ein kurzer Anstieg bewältigt werden.

Weg zur Serpentine Gorge
Die Wasserlöcher sind häufig ausgetrocknet. Da hat auch der Regen in der vorherigen Nacht nichts geholfen.


Monika hat etwas entdeckt
Falls jemand Tom trifft, sagt ihm doch bitte, dass es nicht unbedingt sein muss, sich an Flusseukalyptus-Bäumen zu verewigen.

Ach ja, altes Fotografenschicksal. Man kann nicht immer zur besten Zeit in den Schluchten sein, damit das mit der Sonne passt ;-)
Die Ormiston Gorge
gehört wohl zu den eindrucksvollsten Schluchten in den westlichen
MacDonnell Ranges. Der Pound Walk Rundweg dort dauert ca. 3-4 Stunden. In
manchen Beschreibungen steht, dass bei hohem Wasserstand
Bachüberquerungen durch kaltes Wasser unausweichlich sind. Das war bei
uns kein Problem. Wegen der vorangegangenen Trockenzeit hatte es eher gestaubt.
Unser Tipp: Der Campingplatz in der nähe der Ormiston Gorge neben der Rangerstation ist recht komfortabel.

Echse

Unterwegs auf dem Pound Walk

Spinifex
Eine stachelige Angelegenheit ist das Spinifex-Gras. Manchmal muss man schon etwas leiden, wenn man sich niederkniet, um beispielsweise eine Echse zu fotografieren ;-)
Spinifex ist eine Gattung von
stacheligen Süßgräsern, die vier Arten umfasst.
Die englischsprachige Bezeichnung „Spinifex“ bezieht sich aber meist auf die
Stachelkopfgräser der Gattung Triodia, die große Teile des Outbacks in
Australien bedecken .

Ormiston Gorge - der Wasserstand zeigt, dass es schon lange keinen
Regen mehr gab!

Wir sind am Schluchtausgang angelangt!

Das Grün der Eukalyptusbäume steht in wunderbarem Kontrast zum Rot der
Felsen


Kurzer Stopp am
Larapinta Drive

Dromedar
(Camelus dromedarius)

Dromedare (Arabische Kamele). Im 18. Jahrhundert als Lastenträger eingeführt, haben sich mittlerweile mehr als eine halbe Million verwilderter Tiere die endlosen roten Wüsten zu eigen gemacht. Auswirkungen auf das Ökosystem?
Der Finke River gilt als einer der ältesten Flüsse der Erde. Zig Millionen Jahre hat er gebraucht, um die Schlucht in den Sandstein zu graben. Überbleibsel aus Urzeiten sind die rund 300 Marienpalmen (Red Cabage Palms) im Palm Valley, die sonst nirgendwo vorkommen.
Das Palm Valley ist nur mit einem Allradfahrzeug mit ausreichender Bodenfreiheit zu erreichen.

Palm
Valley im Finke Gorge National Park


Der Bildhauer "Natur" hat hier wieder ein Meisterwerk geschaffen.
Die Fahrt durch das Flussbett war nur in Schrittgeschwindigkeit möglich.

Mereenie Loop
"Allmächt" (Fränkischer Ausdruck des Erstaunens) ... Binnen weniger Minuten braut sich ein Sturm zusammen. Nach dem Sandsturm setzt der Regen ein. Innerhalb kurzer Zeit wurde die gut befahrbare Piste matschig.
Anfangs nahmen wir diese Schilder nicht sehr ernst. Auch die Wasserstandsanzeiger ... na ja! Wir waren schließlich in einer der trockensten Regionen Australiens überhaupt unterwegs. Doch dann...



Den ursprünglich geplanten Besuch des Kings Canyon konnten wir uns angesichts drastisch ansteigender Wasserpegel "abschminken"! Schlimmer noch: wir saßen am Kings Canyon Resort fest. Die Straßen waren unpassierbar geworden.

Kings
Creek Floodway
Nach 2 Nächten und einem Tag des Ausharrens am Kings Canyon Resort und einem Wasserstand von immer noch 50 cm nahmen alle ihren Mut zusammen. Zunächst suchten die "großen" Geländewagen den Weg durch die Fluten. Wir "kleineren" Geländewagen (X-Trail und Co.) folgten im Schutze der Bugwelle der "Großen" und kamen ebenfalls durch. Dieses Erlebnis bleibt uns sicher noch lange in Erinnerung!
Kata Tjuta (die Olgas)
Die mächtigen
kuppelartigen Felsen der Kata Tjuta,
41 km westlich vom Ayers Rock Resort, ragen ebenso unvermittelt aus der Ebene
wie der Uluru.
Der höchste Felsen, Mt. Olga, erhebt sich
546 m über der Ebenen bzw. 1069 m über dem Meeresspiegel und ist damit ca. 200 m
höher als der Uluru.
Kata Tjuta
bedeutet in der Anangu-Sprache viele Köpfe.

Straße
zu den "Olgas" (Kata Tjuta)

Der Name Kata Tjuta - viele Köpfe - lässt sich aus dieser Perspektive gut
nachvollziehen
Der
Uluru
ist etwa
3,5 km lang, ca. 2,4 km breit und hat einen Umfang von ungefähr 10 km. Der
Gipfel befindet sich auf einer absoluten Höhe von
869 m
und ragt damit rund 350 m aus der Ebene Zentralaustraliens empor.
Nach den Erläuterungen der Anangu ist Uluru ein Pitjantjatjara-Name ohne
weitere Bedeutung. Übersetzungen wie "schattiger Ort" sind unrichtig.

Uluru (The Ayers Rock)
Für die Ureinwohner manifestieren Uluru und Kata Tjuta Aspekte ihrer überlieferten Schöpfungsgeschichte, die sie mit dem Land verbinden und die Teil ihrer Gegenwart und Zukunft sind.
Einige Orte um den Monolithen sind so genannte "Sacred Sites" und
durch Absperrungen vor dem Zutritt Fremder geschützt.
Dies sollte von den Besuchern respektiert werden.
Jeder Besucher erhält von der Nationalparkverwaltung eine informative Broschüre. Darin wird auch gebeten, aus Respekt gegenüber den Anangu den Uluru nicht zu besteigen.

Felszeichnungen am Uluru

Uluru Südseite

Beim Mutitjulu Waterhole
Es gibt viele Möglichkeiten, sich mit dem Uluru zu beschäftigten, ohne ihn "erklommen" zu haben. Die Nationalparkverwaltung hat verschiedene "Walks" angelegt, von der Rundwanderung bis hin zu "Themenwalks". Auch ein Besuch beim Cultural Centre lohnt sich, um mehr über die Anangu und ihre Geschichte zu erfahren.

Mutitjulu Waterhole




Seit dem Gerichtsbeschluss vom 26.Oktober 1985 sind die Anangu wieder im Besitz ihres Heimatlandes - Ayers Rock und Olgas inbegriffen.