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Australien 2007 |
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Griffith Island - Great Ocean Road - Zwölf Apostel - Port Campbell National Park - Otway Fly Tree Top Walk |
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Griffith Island Lighthouse - erbaut 1895
Griffith Island liegt nur einen Steinwurf vor dem netten Küstenstädtchen Port Fairy. Die Insel ist über einen Damm mit dem Festland verbunden. Ein Rundweg dauert ca.1 Stunde. Die Insel besteht aus Sand, Dünen und niederem Buschbewuchs. Wir begegnen zwar neugierigen Kängurus, doch laut Reiseführer brüten hier im australischen Frühling 80.000 Sturmtaucher (Muttonbirds). Wir entdeckten nur tote Tiere, überwiegend mit abgebissenen Köpfen. Wir fragen die Leute hier. Sie sagen, es gäbe leider viel zu viele Füchse auf der Insel, die die Vögel jagten. Doch, ob das die ganze Wahrheit ist?

Nur ein paar Pelikane - keine Spur von den Sturmtauchern auf Griffith
Island
Die hohen Otway Ranges und feuchte Südwestwinde sorgen dafür, dass die Region um
den Otway National
Park mit durchschnittlich 2000 mm Niederschlag eine der
Feuchtesten Victorias ist. Optimale klimatische
Bedingungen für die Entwicklung
des hiesigen feucht-gemäßigten Regenwaldes.
Nicht so "optimal" ist
allerdings
die Tatsache, dass die Region zunächst von Holzfällern und anschließend von
Viehzüchtern intensiv
genutzt wurde, was Kahlschlag und Bodenversiegelung zur
Folge hatte. Immerhin ist es zwischenzeitlich gelungen, eine Regenwaldfläche von
34.000 ha im Otway N.P. und dem angrenzenden Angahook-Lorne State Park zu
schützen. Hier gibt es noch Exemplare der Mountain Ashes (Königs-Eukalypten),
die eine Höhe von 50 - 80 m (und mehr) erreichen können. Mountain und Alpine
Ashes bilden zusammen mit weiteren Eukalyptusbäumen ein dichtes Blätterdach. In
den kühlen, feuchten und dunklen Bereichen gedeiht eine vielgestaltige
Vegetation. Angelegte Wanderwege, z.B. der informative Bordwalk "Maits Rest",
gewähren Einblick in das komplexe Ökosystem.

Tower
Aus einer eher
ungewohnten
Perspektive ist der Regenwald beim Otway Fly Tree Top Walk zu betrachten.
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Auf einer luftigen Stahlkonstruktion in etwa 20-25 Metern Höhe kann man zwischen
den Baumwipfeln im Regenwald spazieren gehen. Informationstafeln und eine
Broschüre geben nützliche Infos zu Flora und Fauna. Der besondere Vorteil dieser
stählernen Laufstege: der extrem empfindliche Waldboden bleibt weitgehend
unberührt.
Wir genießen diesen Spaziergang sehr.
Die Geräuschkulisse der zahlreichen Waldvögel trägt zum Erlebnis bei.
Ein "highlight" ist der 47 Meter hohe "Tower". Die Plattform ist über eine Wendeltreppe zu erreichen.

Blick vom Tower


Alles nur Bäume? Australische Eukalyptusbäume aus der Familie der
Myrthengewächse lassen sich in 600 Arten unterteilen!

Farnstruktur

Baumgigant Königseukalyptus im Maits Rest (Otway N.P.)

Üppige Farne bedecken den Waldboden
Die über 300 km lange Traumstraße Australiens führt uns am wohl
schönsten Küstenabschnitt Victorias
entlang. Vor der grünen Kulisse üppiger Wälder im Hinterland
wechseln sich perfekte Surf- und Badestrände
mit schroffen Steilhängen
und bizarren Klippen an der berühmt-berüchtigten "Shipwreck-Coast"
ab.
Auf der kurvenreichen Fahrt ergeben sich stets neue
herausragende Blicke auf die Küstenlinie.
Immer wieder hat man Gelegenheit, auszusteigen und die Schönheiten, die das
Meer geformt hat, zu betrachten. Aber auch die Abstecher ins Hinterland
lohnen!

Great Ocean Road


London Bridge

Fotografische Highlights, so weit das Auge reicht!
Am 15. Januar 1990 brach die Verbindung der London Bridge zum Festland und stürzte ins Wasser. Zwei Personen mussten mit dem Helikopter gerettet werden. Glück gehabt.


Kalksteinwand - Regen, Wind und Wellen nagen permanent am Fels

Tolles Wetter - tolle Ausblicke - toller Urlaub!

Die legendären Zwölf Apostel - von ihnen stehen allerdings nur noch Acht

The Arch
Trotz ihres Namens bestand die Formation der "Zwölf Apostel" nur aus neun Felsen. Am 3. Juli 2005 in den Morgenstunden brach einer der Apostel vor den Augen erstaunter Touristen in sich zusammen. Nach dem Einsturz dieses markanten Teils der Gesamtkomposition verbleiben nur noch acht der Kalksteinstrukturen. Langsam aber sicher erobert das Meer die Küste, Stück für Stück.
Die Umgebung um den Kennett River Caravan Park
an der berühmten Apollo Bay wäre es sicher
wert, länger zu verweilen. Für uns war der Platz nur eine Übernachtungsstation.
Deshalb waren wir sehr überrascht, was er seinen Gästen zu
"bieten" hat. (Eventuell in der Saison reservieren
http://www.kennettriver.com/)

Crimson
Rosella

Keine scheu
Auf dem Campingplatz
halten sich, natürlich vom Menschen angelockt, zahlreiche Papageien auf.
An der Rezeption erhält man geeignetes Futter für die zutraulichen Vögel. Hält
man die Hand hoch, sind sie sofort da.

Für uns ergab sich
ein lustiges Fotoshooting. An diesem Morgen kamen wir mal wieder nicht so
zügig auf die Straße, als wir eigentlich wollten.
Ich glaube, kein Fotograf kann widerstehen, wenn diese glamourösen Models
posieren.
Übrigens ich muss
jeden enttäuschen, der glaubt, dass Vogelmist das Haarwachstum wieder anregt.
Bei mir (Uwe) hat es jedenfalls nix geholfen ;-)

In und um den Campingplatz halten sich auch Koalas auf. Abends spazieren sie schon mal über das Gras. Wenn man diese Tiere tagsüber dösend in den Astgabeln sitzen sieht, glaubt man gar nicht, dass sie beim Laufen auch in den zweiten Gang hoch schalten können. Übrigens:
Die niedlich aussehenden Koalas, die wohl als Vorlage für unsere Teddybären dienten, haben mit Bären überhaupt nichts zu tun. Sie gehören zu den Kletterbeutlern. Sie ernähren sich von Eukalyptusblättern. Jeden Tag verputzen sie davon ungefähr ein Kilo.

Koala (Phascolarctos cinereus)