Australien 2007

15.11.2007 - 19.11.2007

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Melbourne  -  Kosciuszko National Park  -  Canberra

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Melbourne

 

Melbourne ist die Hauptstadt des Bundesstaates Victoria. Sie ist mit ca. 3,4 Mio. Einwohnern nach Sydney
die zweitgrößte Stadt Australiens. Mit einer Ausdehnung von 6.100 km2 gehört sie flächenmäßig zu den
größten Städten der Welt. (Berlin hat nur 884 km2) Die eigentliche City ist dagegen nur eine Quadratmeile
groß. Wer Melbourne erkunden möchte, sollte dies ohne Auto tun. Die City-Tram ermöglicht es Touristen, alle Sehenswürdigkeiten kostenlos anzusteuern. Sie umrundet die Innenstadt und man kann die Fahrt jederzeit unterbrechen. Die im Schachbrettmuster angelegte Innenstadt macht ein Verlaufen nahezu unmöglich. Wer allerdings, wie wir, nur einen Tag Sightseeing eingeplant hat, kann nicht mehr als einen ersten Eindruck von dieser Multi-Kulti-Metropole erlangen.


Melbourne

 

 

 


Skyline von Melbourne

 

 

 

 

 

 

 

 


Eine Schulklasse verlässt den Shrine of Remembrance

 


Flinders Street Station mit dem Eureka Tower im Himtergrund

 

 

Einen sehr guten Blick auf die Skyline von Melbourne hat man von der oberen Ebene des "Shrine of Remembrance".
Der Shrine of Remembrance ist eine Gedenkstätte für die Gefallenen der beiden Weltkriege und beheimatet auch ein aufwändig gestaltetes Informationscenter. Der Anzac-Day am 11. November hat für die Australier einen hohen Stellenwert. Er wird mit großem Zeremoniell begangen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die meisten Stadterkundungen beginnen am Federation Square, unweit der Flinders Street Station (Hauptbahnhof). Dort ist auch das Visitor-Center untergebracht.
Übrigens: die gesamte Tourist-Info wird von "volunteers" gemanagt, also Freiwilligen, die sich unentgeltlich hinter den Info-Tresen stellen. Wir wurden von Hans, einem vor 40 Jahren ausgewanderten und zwischenzeitlich pensionierten Hamburger sehr ausführlich und kompetent beraten.

 

Seit November 2004 ist die Skyline Melbournes um ein Highlight reicher. Der Eureka Tower ist mit 300 m (92 Stockwerke) das höchste Wohngebäude der Welt.
http://www.eurekatower.com.au

 


Weihnachtlicher Straßenschmuck


Die Rialto-Towers spitzen hinter historischen Häuserfassaden hervor - glass meets stone

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das viktorianische Zeitalter prägt auch heute noch Melbournes Stadtbild. Zum einen durch die wunderbare Fassade der Flinders Street Station. Zum anderen kann man noch wie zu Zeiten Queen Viktorias durch die mit Ornamenten und Mosaiken reich verzierte Royal Arcade flanieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Doch gerade der Kontrast von moderner Stadtarchitektur und historischen Häuserfassaden macht den Reiz Melbournes aus, besonders bei so herrlichem Wetter. Da bleibt wenig Zeit für die zahlreichen Museen Melbournes. Wir wollen die Stadt erleben und die Ausblicke genießen!


Royl Arcade

 

 


Shoppen wie zu Zeiten Queen Viktorias

 

 

 

 

Die Rialtotowers: 253 m (Bj. 1986)

Im Gegensatz zum Eureka Tower führt das Observationdeck im 55. Stock der Rialto Towers ins Freie. Das ist für Frischluftfanatiker und Fotografen gleichermaßen von Vorteil. Allerdings ist für ausreichend Sicherungsmaßnahmen gesorgt: der Außenbereich ist komplett vergittert!

 

 


Blick vom Observation Tower zum Yarra-River und EurekaTower

 


Australian F1 Grand Prix Circuit, Albert Park

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

http://www.melbournedeck.com.au/facts.html

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Kosciuszko NP

 

 

 

Kosciuszko National Park

Entsprechend eingestaubt und erschöpft kommen wir im Koscziuszko N.P. am Bushcampingplatz Tom Groggin an.
Doch der Anblick einer ganzen Herde grasender Kängurus weckt augenblicklich unsere Lebensgeister wieder. Wir kommen mit dem Zählen der Tiere kaum nach!

 

 

Kangaroos

 


Känguru-Herde im Kosciuszko NP

 

 

 

 

 

 

 


Känguru  im Kosciuszko NP

 

 

Es gibt verschiedene Arten von Kängurus. Die Tiere, die wir hier beobachten konnten, sind rote Riesenkängurus. Sie werden bis zu 1,60 m groß und wiegen dann bis zu 70 kg. Sprünge von 8 m sind keine Seltenheit. Der kräftige Schwanz dient übrigens als "5. Bein". Wenn sich die Kängurus auf die Hinterläufe aufrichten, dient er als Stütze.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Wir werden beobachtet!

 

 

Die kleineren Vertreter der Kängurus heißen Wallabies. Wir trafen sie z.B. auf Griffith Island (South Australia) oder im Palm Valley (Northern Territory).

 

 

 


Känguru mit Nachwuchs

 

 

 

 

 

 

Kängurus sind "die klassischen Beuteltiere Australiens". Das Junge kriecht gleich nach der Geburt als Winzling in den Beutel. Dort bleibt es ca. 9 - 10 Monate und wiegt zwischen 2 und 4 Kilo. Es ist amüsant zuzuschauen, wie die Kleinen in und aus dem Beutel der Mutter klettern. Die langen Beine sind da meistens im Weg!

Man schätzt, dass es 20 Millionen Kängurus in Australien gibt (bei nur 18 Millionen Australiern). Der größte Feind - zumindest der Riesenkängurus - ist der Mensch und im speziellen das Automobil. Die kleineren Wallabies müssen zusätzlich den Kampf mit Hunden, Katzen, Füchsen uns sonstigen Räubern fürchten.

 

 


Mt. Kosciuszko - 2228m


Schneefeld am Mount Kosciuszko

 

 

Mt. Kosciuszko

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Koscziuszko N.P. und die Snowy Mountains sind das hochalpine Eldorado Australiens. Im Winter Skiregion erster Güte, erfreuen sich im Sommer zahlreiche Touristen an den gut erschlossenen Wanderwegen. Der Mt. Koscziuszko ist der höchste Berg Australiens. Ausgangspunkt für Wanderungen ist die Ortschaft Thredbo.

 

 

 


Dieses Bächlein wird weiter unten zum mächtigen Snowy River

 

 

 

 

 

 

 

Auch wenn wir hier in hochalpinen Regionen unterwegs sind. Das Wort "Berg" muss in Australien neu definiert werden. Australien ist der älteste Kontinent dieser Erde. Die Natur hatte also genügend Zeit, an den ehemals hohen Bergmassiven zu arbeiten und ihre Gipfel abzuhobeln. Entsprechend unspektakulär kommt auch Australiens höchster Berg, der Mount Kosciuszko mit seinen 2228 m daher. Dennoch: das Wetter hier gilt als sehr wechselhaft und tückisch. Selbst im Sommer muss man mit Schneefällen rechnen!

 

 

 


Uwe, im Hintergrund (Mitte) der Mt. Kosciuszko

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

An diesem herrlichen Sonntag nutzten neben uns auch zahlreiche Mountainbike-Freaks den Sessellift zur Mittelstation. Wie sich herausstellte, fanden regionale Ausscheidungen statt. Die "wilden Kerle" und Mädels aller Altersklassen kamen aus Canberra und Umgebung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es machte Spaß zuzusehen, wie die Mountainbiker auf einem speziell gesteckten Parcours den Hang hinunterdonnerten. Gebremst wurde nur im absoluten Notfall!

 

 


Lift

 


Biker

Wir hätten sicher noch länger zusehen können, wenn da nicht die Weiterfahrt nach Canberra gewesen wäre... Und Strecken sollte man in Australien nie unterschätzen!


Biker in Action

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Von Melbourne gibt es verschiedene Wege, den Kosciuszko N.P. anzusteuern. Wir entschieden uns für die etwas "abenteuerliche" Variante, die Great Alpine Road, die durch das Tal des Tambo River nach Omeo (alte Goldgräberstadt) führt und dann über Carryong nach Khancoban. 70 km Staub schlucken waren uns gewiss, denn hinter Benambra fing die Gravelroad an.

 

Achtung:

Jedem Fotografen sei angeraten, sein Equipment staubdicht zu verpacken. Der feine Staub zieht ins Fahrzeuginnere. Objektivwechsel unter diesen Bedingungen ist nicht zu empfehlen. Jeder Digitalfotograf kennt das Problem mit dem verschmutzten Sensor.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Feinster Staub

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Canberra

 

 

Canberra

 

Auf Canberra, die Hauptstadt Australiens, trifft der Spruch "wenn sich Zwei streiten, freut sich der Dritte" zu.
Nachdem sich Sydney und Melbourne permanent um die Vormachtstellung rangelten, und man im
angehenden 20. Jhd. für das vereinte Australien eine Hauptstadt brauchte, hat man schlussendlich 1908
eine Retortenstadt aus der Traufe gehoben. (Gewisse Parallelen mit Wellington in Neuseeland sind unverkennbar.) Canberra bedeutet in der Aboriginalsprache "der Treffpunkt". Die Planungsgeschichte Canberras liest sich ähnlich zäh wie der Bau der berühmten Sydney Opera. Es dauerte Jahrzehnte, bis sich endlich was entwickelte. Interessant auch, dass 1988 bereits das 2. Parlamentsgebäude eingeweiht wurde (das Old Parliamenthouse erfüllte seinen Zweck gerade mal für 60 Jahre)! Doch aller Häme zum Trotz, diese Stadt ist besser als ihr Ruf! Die Anordnung der Straßen in Circles bzw. Circuits um den Capital Hill als Zentrum, die weiten Blicke vom Capital Hill auf das Umland und zahlreiche Parkanlagen sowie der künstlich angelegte See mitten in der Stadt - all das macht Canberra zu einer angenehmen Stadt, in der man sich rasch zurecht findet und wohl fühlt. Allerdings am Wochenende, wenn die Regierungsgeschäfte ruhen, heißt es, gleiche Canberra einer Geisterstadt!

 

 


Das neue Parlamentsgebäude (erbaut 1988)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Parlament

 


Parlament

 

 

 

Markantes Machtsymbol am Capital Hill: Der 88 m hohe Flaggenmast!

 

 

 

 

 

 

 


The National Museum of Australia

Wohl einzigartig auf der Welt: Beim Bau des Parlaments wurde die Kuppe des Hügels abgetragen und nach Fertigstellung als "grünes Dach" wieder aufgeschüttet. Die Australier können ihrer Regierung demzufolge ganz schön aufs Dach steigen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


The National Museum of Australia

 

 

Absolut sehenswert ist das Nationalmuseum (National Museum of Australia). Es wurde 2001 auf einer Halbinsel im Lake Burley Griffin errichtet und weckte schon auf Grund der auffälligen Architektur unser Interesse.

 

 

 

 

 


The National Museum of Australia

 

 

 

Das Nationalmuseum zeigt auf ansprechende Art und Weise nahezu alle Aspekte australischer Kultur und Geschichte, von den Ureinwohnern, über die Pioniere der Neuzeit bis hin zu gesellschaftlichen Entwicklungen und sportlichen Ereignissen.

 

 

 

Die Eingangshalle ist hell und übersichtlich gestaltet. Freundliche Guides helfen gerne weiter.

 

 

 

 

 

 

 

 


 Aboriginart (trifft) auf Technik des "weißen Mannes"

 

Das Nationalmuseum versteht sich als kulturelles "Gedächtnis" Australiens. Die Gegenstände der Sammlung können nicht alle gleichzeitig präsentiert werden. Vielmehr lebt so eine Einrichtung von wechselnden Präsentationen. Man muss also damit rechnen, dass nicht alle Bereiche des Hauses ständig zugänglich sind. Absolut lohnend ist der Museumsshop. Dort gibt es Souvenirs, die ihr Geld wert sind!

 

 

 


Im National Museum of Australia

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Stand: 26.07.08